In unserer Bastelecke ist Raum für gute Ideen rund ums Clicker-Zubehör. Wir stellen hier Alternativen zum Boxclicker, leise Clicker, elektronische Clicker, Clicker-Aufbewahrungsmöglichkeiten, hundesichere Target-Sticks, zweiseitige Target-Sticks, ... vor. Vielleicht haben Sie ja auch noch einen guten Basteltipp? Wir veröffentlichen ihn gerne.
Den "klassischen" Box-Clicker kennen Sie ja nun. Aber es gibt ja nichts, was sich nicht noch optimieren ließe.
Wieder einmal sind alle Box-Clicker ausverkauft. Sie wollen aber nicht bis ultimo warten, sondern gleich loslegen mit dem Clicker-Training. Kein Problem. Einen Kugelschreiber haben Sie doch sicher. Mine rein- und rausdrücken = Click. Einfacher geht’s nicht. Oder Sie nehmen den Deckel eines Twist-off-Gläschens. Oder Sie stürmen das Spielwarengeschäft um die Ecke und kaufen einen Knackfrosch. Naja, und sollten Sie und Ihr Hund mal mit einem Pfund Fleischwurst in der Wildnis festsitzen und Sie wollen sich die Zeit vertreiben, dann schnalzen Sie eben einfach mit der Zunge (ohnehin unschlagbar praktisch, wenn der Clicker gerade nicht zu finden ist oder Sie mal "unauffällig" clickern wollen)

So ein Box-Clicker ist nicht gerade der leiseste. Auch wenn für die meisten Hunde das "Click" einer Verheißung gleich kommt gibt es doch Hundeohren, die da empfindlicher sind. Oder auch Nachbarn hinter dünnen Wänden, deren Gunst man durch stetiges "Click" in der Mittagszeit nicht verlieren möchte. Deshalb gleich auf das Clickern verzichten? Nein!
Variante "Schalldämpfer" ist die einfachste und schafft vielleicht schon Abhilfe: Sie umwickeln Ihren Box-Clicker einfach mit einer Schicht Malerkrepp und dämpfen ihn so.
Eine noch elegantere Lösung hat kürzlich Birgit Laser entdeckt: Handelsübliche Klebekissen als Schalldämfer. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie auf ihrer Homepage www.laserdogs.de (Menüpunkt "Häufige Fragen")

Leiser sind auch die schon vorgestellten "Alternativclicker" Einmachgläschen-Deckel, Kugelschreiber, Zungenclick und Co. Die bislang einfallsreichste Idee kommt mit dem clickenden Eisportionierer von Dörte Cappellato: Ihre geräuschempfindliche Zwergpinscherdame Butz reagiert wie elektrisiert auf das leise Schnarren
Hunde und Menschen, die sich auch mit leisem Clicken, Schnalzen oder Schnarren nicht abfinden mögen, sollten es mit einem Ausflug in die Welt der Technik probieren. Ihre persönliche Bastel-Anleitung hat Katharina Becker uns zur Verfügung gestellt:
Benötigtes Zubehör:
Pieper aus dem Elektronikbedarf (um die 2-3 DM), der auf 12 Volt läuft, dazu eine 9-Volt-Batterie (die ist handlich und dem Hund fallen die Ohren nicht ab vom Piepen), einen kleinen Druckschalter, z.B. Klingelknopf (Baumarkt) und etwas Kabel.
Ein Kabel "verlegen" an Batterie und Schalter, ein weiteres an Schalter und Pieper, dann wieder eines an Pieper und Batterie. Alles fest mit Klebeband zusammenbinden. Und fertig ist’s.
Clicker am Band für alle, die
eigentlich mehr als zwei Arme brauchen
Der Clicker am Band ist vor allem dann sehr sinnvoll, wenn nicht nur Clicker und Leckerchen, sondern auch noch Target-Stick oder andere Gegenstände zwischen den Übungen zu bedienen sind und mensch damit alle Hände voll zu tun hat. Was liegt da näher, den Clicker fest installiert am Körper zu tragen, als ständig in den Taschen danach wühlen zu müssen und ihn im Zweifelsfall nicht griffbereit zu haben, wenn es darauf ankommt.
Clicker-Armbänder
in verschiedenen Varianten
Zwar gibt’s mittlerweile auch schon Clicker-Armbänder käuflich zu erwerben (z.B. im Shop von www.clicker.de), aber auch die Variante "selfmade" funktioniert bestens.
Ein "Rezept" dafür schickte uns Tina Schwanecke: Sie brauchen dafür eine handelsübliche Schweißbinde. An diese nähen Sie eine kleine Öse. Am Clicker, der in den meisten Fällen ebenfalls eine kleine Öse besitzt, befestigen Sie ein Stückchen Schnur, das so lang ist, dass der Clicker später perfekt in der Hand liegt. Besonders praktisch dafür ist Hutgummi. Die Schnur am Clicker schlaufen Sie durch die Öse, die Sie bereits an die Schweißbinde genäht haben. Sie können so den Clicker einfach entfernen, wenn die Schweißbinde mal einer Wäsche bedarf. Wer schlanke Arme hat, kann den Clicker, wenn er vorübergehend nicht benötigt wird, auch einfach zwischen Arm und Schweißbinde "wegstecken". Geht notfalls sogar ohne Schnur!
Eine noch einfachere Variante hierfür hat Ariane Breitkreuz getestet: Grundlage ist ein normales Haargummi in der dicken Ausführung, das über das Handgelenk gestreift wird. Der Clicker (Voraussetzung: er hat eine Öse) wird dann mit einem kurzen, dünnen Band am Haargummi befestigt und kann - genau wie in der "Schweißbinden-Variante" - unter das Gummi geschoben werden, wenn er gerade nicht benötigt wird.
Sabine Neukam hat die Variante noch weiter vereinfacht: Ein längeres Haushaltsgummi wird durch die Öse des Clickers (sofern er denn eine hat) geschlauft und dann über das Handgelenk gestreift. Man spürt das Gummi kaum am Handgelenk, trotzdem hängt der Clicker sicher und ist direkt griffbereit.
Clicker-Zinger
Verlegte Clicker gehören auch mit Hilfe des Clicker-Zingers der Vergangenheit an. Die kleinen Boxen mit der selbstaufrollenden und herausziehbaren Nylon Schnur, an deren Ende der Clicker hängt, können einfach an Gürtel, Jacke und Co. "festgeclippt" werden. Fertige Konstruktionen mit Clicker dran gibt’s bereits zu kaufen, z.B. bei im Shop von www.clicker.de. Skipasshalter aus dem Sportbedarf lassen sich ebenfalls als "Clicker-Halter" verwenden, allerdings waren die von uns getesteten nicht so einfach zu befestigen wie der "original" Clicker-Zinger.
Auch Target-Sticks sind noch aufrüst- und optimierbar:

Damit im Eifer-Gefechts das Target-Training nicht im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge geht, lassen sich Target-Sticks ganz einfach sichern: Befestigen Sie einfach ein Stück Schaumstoff an der Spitze. Für ganz dünne Target-Sticks (zum Beispiel ausziehbare Kugelschreiber-Zeigestäbe aus dem Bürobedarf) eignen sich auch ganz hervorragend Ohrstöpsel, durch die die Stab-Spitze zum einen optisch hervorgehoben, zum anderen weicher wird. Beide Ideen hat Renate Scherzer ausgetüftelt.
Target-Stick Selfmade für
Bastelfreudige
Einen praktischen Teleskop-Target-Stick mit dazu noch abgerundeter und gut sichtbarer Spitze kann man sich auch selber bauen! Sie brauchen dafür: einen (alten) Fernseher oder ein Radio, dem Sie die Antenne entnehmen können und eine Kugel aus einem "Deo-Roll-On", die Sie auskochen, "anstechen" und mit einem ungiftigem Superkleber auf die Antennenspitze setzen. Diese Idee ist von Melanie Ohrwalder ertüftelt worden. Die genaue Bastelanleitung finden Sie auf ihrer Homepage.
Einen zweiseitigen Target-Stick hat uns Bianka Ruschenburg vorgestellt. Er ist besonders für solche Übungen hilfreich, bei denen der Target-Stick gedreht bzw. von einer Hand in die andere gewechselt werden muss, so etwa beim Training des Beinslaloms.
Man
nehme einen Holzstab und zwei Tennisbälle. Die Tennisbälle werden
eingeschnitten und auf die Enden des Holzstab gesetzt. Klebstoff fixiert Bälle
und Stock. Wer besonders kreativ ist, streicht den Stock noch farbig an.
Der Astair-Stick ist die Entdeckung eines Einkaufsbummels in der Karnevals-Zeit. Der schwarze Kunststoff-Stab mit dem weißen Knubbel aus der Kostüm-Abteilung eines großen Warenhauses ist wahrhaft multifunktional einsetzbar – vor allem beim Freestyle-Obedience. Während der weiße Knauf als Target dienen kann, ist der Stab an sich etwa überspringbar oder umrundbar. Der Astair-Stick lässt sich natürlich auch selber zusammen basteln: zum Beispiel mit einem Besenspiel mit einseitig hervorgehobener (Farbe, Tennisball, Schaumstoff) Spitze.
TRAININGSPLAN
Ist es Ihnen nicht auch schon so ergangen: Sie trainieren Tag für Tag mit Ihrem Hund. Übung für Übung. Und haben das Gefühl, allmählich den Überblick zu verlieren? Was kann Ihr Hund schon? Fällt es Ihnen aus dem Stegreif ein? Oder : Was soll Ihr Hund noch alles lernen? Welche Sicht- und Hörzeichen haben Sie sich für die einzelnen Übungen überlegt? Wie wollen Sie die Übungen angehen? Und: Gibt es vielleicht Übungen, die noch unvollendet sind?
Machen Sie sich einen Plan - und schreiben Sie auf, woran und wie Sie gerade arbeiten, wie weit Sie gekommen sind und was als nächstes auf dem Programm steht.
Für alle, die sich wie wir vorgenommen haben, die Schreibfaulheit zu überwinden oder die vielleicht schon vorhandene "Zettelwirtschaft" zu beseitigen, haben wir unseren spass-mit-hund-Trainingsplan zum Download bereit gestellt. Mit den darin enthaltenen Vorlagen können Sie sich Ihren persönlichen Trainingsordner für alle Übungen, die Sie in Angriff nehmen, zusammen stellen.
Nicht ganz unschuldig an dieser Idee sind zum Beispiel Peggy Tillmann, Sandra Davis und Martin Pietralla, die allesamt in ihren Büchern Trainingstagebücher und -tabellen vorgestellt und angeregt haben.
Unser Trainingsplan enthält:
ein Deckblatt für Ihren
persönlichen Ordner oder Trainingshefter,
eine Tabelle, in der Sie sich einen
Überblick über alle bewältigten, begonnenen und geplanten Übungen mit den
von Ihnen gewählten Sicht und Hörzeichen verschaffen können,
eine Vorlage, mit der Sie
Trainingspläne für jede einzelne Übung erstellen können.
© Christina Sondermann
2000 - 2001
Kontakt: christina@spass-mit-hund.de